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Festakt 1Hammelburg hat in diesem Jahr viel zu feiern - ein gelungener Höhepunkt im Festjahr „1300 Jahre Hammelburg“ war der offizielle Festakt mit Staatsminister Markus Söder und Festredner Prof. Dr. Johannes Merz.
Etwa 400 Gäste aus den umliegenden Kommunen, aus Politik, Behörden, Vereinen und der Bürgerschaft konnte Erster Bürgermeister Armin Warmuth begrüßen.
Im Mittelpunkt der Feierlichkeit stand natürlich die urkundliche Ersterwähnung ammelburgs: im Jahr 716 schenkte der thüringische Herzog Hedan Gebiete nahe dem hamulo castellum“ an den Heiligen Willibrord – 1300 Jahre ist das her. Kaum ein anderer Ort in Unterfranken kann auf eine so lange Geschichte zurückblicken!
Vor allem im 17. Jahrhundert kam die Stadt an der Fränkischen Saale unter fuldischer Herrschaft zu wirtschaftlicher Blüte. „1000 Liter Wein pro Jahr erhielt damals allein der Bürgermeister – können wir das Rad der Geschichte in diesem Punkt nicht einfach zurückdrehen?“ scherzhaft eröffnete Bürgermeister Armin Warmuth den Reigen der Festredner.
Noch eine weitere Zugehörigkeit jährt sich heuer: seit 200 Jahre gehört Hammelburg zu Bayern. „Es hätte schlimmer kommen können“ meinte Markus Söder in seiner launigen Rede. Doch gerade in der Gegenwart sei Bayerns noch viel zu tun, ob in Sachen Breitbandausbau, Finanzierungsausgleich oder Stabilisierungshilfen.
Und obwohl in seiner Jugend von der Härte bei der Hammelburger Bundeswehr gewarnt, so Söder schmunzelnd, hatte der bayerische Finanz- und Heimatminister doch einen Scheck für Ausgleichsmaßnahmen im Zuge der Neustrukturierung der Bundeswehrstandorte Hammelburg und Wildflecken dabei.
Den Blick auf die Geschichte lenkte Johannes Merz, Kanzler der bischöflichen Kurie, Direktor des Archivs und der Bibliothek des Bistums Würzburg und gebürtiger Hammelburger. Dabei hob er gezielt einige „Monumente der Geschichte“ heraus: historische Stadtansichten, das Wappen, den Marktbrunnen und das Rathaus. Diese Denkmäler haben nicht immer so ausgesehen, wie wir sie heute kennen.
Wer kann sich z.B. den Marktbrunnen ohne den bekrönenden Baldachin vorstellen? Und doch stand der Brunnen zunächst mehr als 100 Jahre lang ohne das für uns heute so augenfällige Gewölbe da. Unvorstellbar für uns!
Immer sei alles, so die Botschaft, einem Wandel unterlegen. „Veränderungen muss man zulassen, das macht die Geschichte aus“, so Prof. Dr. Merz.
Bereits vor dem Festakt fand ein ökumenischer Gottesdienst mit Bischof em. Paul-Werner Scheele, Dekan Till Roth und den Hammelburger Pfarrern Thomas Eschenbacher und Robert Augustin statt.
Ein Festzug, geführt von der Stadtkapelle Hammelburg und Fahnenabordnungen der Vereine, geleitete die Gäste zur Saaletalhalle. Dort wartete bereits Staatsminister Markus Söder und begrüßte - in vertauschter Rolle – gut aufgelegt und viele Hände schüttelnd den gastgebenden Bürgermeister und die Teilnehmer.
„Wir schauen heute zurück auf 1300 Jahre Hammelburg und richten den Blick gleichzeitig nach vorne!“ lautete das Resümee von Bürgermeister Armin Warmuth.

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1300 Jahre Hammelburg

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